In dieser Fallstudie zeigen wir, wie Bislys innovative Beleuchtungslösung und das Gebäudemanagementsystem dem Bildungsamt Tallinn geholfen haben, ein erfolgreiches Pilotprojekt am Ehte-Humanitar-Gymnasium zu starten und die neuen, von der EU für Bildungsgebäude festgelegten Anforderungen an Beleuchtung und Gebäudemanagement zu erfüllen.
Kunde? Bildungsamt Tallinn & Ehte-Humanitar-Gymnasium
Wo? Stadt Tallinn
Wirkung? 900 Personen direkt betroffen, 3.000 indirekt
Herausforderungen des Kunden
Die EU-Regulierung EVS-EN 12464-1:2021 brachte eine Reihe neuer Anforderungen an Bildungseinrichtungen mit sich und zwang sie, ihre aktuelle Situation kritisch zu überprüfen und notwendige Anpassungen vorzunehmen.
- Obwohl der Verkauf von Leuchtstoffröhren in der EU bereits seit einiger Zeit verboten ist, stellte sich heraus, dass mehr als 80 % der Bildungseinrichtungen sie weiterhin nutzten. Viele Bildungseinrichtungen erfüllten nicht nur den neuen Standard nicht, sondern auch den alten nicht.
- Gemäß den neuen Vorschriften wurde der allgemeine Beleuchtungsstandard von 300 Lux auf 500 Lux angehoben. Für Bildungsorganisationen wurde eine Ausnahme eingeführt: Sie müssen Beleuchtung in beiden Intensitäten bereitstellen können, abhängig vom Alter der Schüler und der jeweiligen Aktivität.
- Ab dem 1. Januar 2025 müssen alle Gebäude mit einem Verbrauch von über 290 kW über ein Gebäudemanagementsystem mit Fernverwaltung verfügen – das schließt alle Schulen ein.
Das Ehte-Humanitar-Gymnasium hatte – wie viele andere Schulen in der EU – noch einen weiten Weg vor sich, um diese Anforderungen zu erfüllen, und es gab weitere Probleme zu lösen. Nachdem Bisly vom Bildungsamt Tallinn ausgewählt wurde, das Pilotprojekt an der Schule zu leiten, analysierte der Anbieter des Gebäudemanagementsystems zunächst die aktuelle Situation. Unter anderem stellte Bisly fest, dass die Beleuchtungsstärke in einigen Klassenzimmern nicht einmal der vorherigen Anforderung von 300 Lux entsprach. Außerdem fehlte eine zentrale Steuerung, was dazu führte, dass überhitzte Klassenzimmer deutlich mehr Energie verbrauchten als nötig. Das wiederum bedeutete hohe Betriebskosten ohne verlässliche Informationen darüber, wie sich diese senken lassen.
Die passende Lösung
Nach den alarmierenden Analyseergebnissen war es Zeit für Bisly, die Probleme systematisch anzugehen. Jedes Klassenzimmer war ursprünglich mit sechs Leuchtstoffröhren sowie zwei Tafelleuchten ausgestattet. Um die neue Vorschrift mit 500 Lux Beleuchtungsstärke zu erfüllen, erhöhte Bisly die Anzahl der Leuchten pro Klassenzimmer um mehr als 30 %. Die veralteten Ein-/Aus-Schalter wurden durch zwei Bisly-Multisensoren ersetzt, sodass Lehrkräfte die Sensoren auf drei Wegen steuern können: über den Klassenzimmer-Computer, über einen Impulstaster am Lehrerpult oder über die mobile Bisly-App.
Angesichts der schlechten HLK-Situation und mit einem klaren Überblick über die Kosten ist in Phase zwei die Einführung der Bisly-BMS-Lösung geplant, die ein intelligentes HLK-Management ermöglicht. Die in den Pilot-Klassenzimmern bereits eingesetzten Bisly-Gebäudeautomations- und Beleuchtungslösungen sind BMS-fähig und bieten Fernverwaltung für HLK. Darüber hinaus enthalten die für die Beleuchtungssteuerung verwendete Software und Sensoren die Bereitschaft, die Steuerung/Verwaltung von Heizung, Lüftung etc. in das Bisly-System einzubinden. Das ermöglicht auch Integrationen mit der Fernwärme und automatische Zählerablesung für einen genaueren Überblick über den Energieverbrauch.
Wie profitieren Schulen von der neuen Lösung?
Nach dem Pilotprojekt von Bisly am Ehte-Humanitar-Gymnasium war klar, dass Schulen durch ein Upgrade ihrer Beleuchtungs- und BMS-Systeme deutliche Kostensenkungen erzielen können. Der Wechsel von veralteter, verbotener Leuchtstoffbeleuchtung auf LED-Beleuchtung mit intelligenter Steuerung spart bis zu 50 % Energie. Während eines zweimonatigen Tests nach Installation der Bisly-Beleuchtungslösung lag der tatsächlich genutzte Lichtanteil bei etwa 59 %. In Monaten mit mehr Tageslicht ist die benötigte Lichtleistung sogar geringer, was die Wirtschaftlichkeit von gesteuerter, intelligenter Beleuchtung weiter erhöht. Darüber hinaus könnten Schulen die Kosten für Kauf und Austausch von Leuchten drastisch senken, da adaptive Beleuchtung die Lebensdauer installierter Leuchten verlängert.
Bei den Klassentemperaturen wurde im Testzeitraum festgestellt, dass die Temperatur in drei Klassenzimmern zwischen 23,5 und 26,3 °C schwankte, während 21 °C als optimal gilt. Eine Temperatursenkung um 1 °C ermöglicht 5–10 % Einsparungen bei den Heizkosten.
Schließlich wurde im Pilotprojekt am Ehte-Gymnasium festgestellt, dass die Steuerung der Lüftung anhand der tatsächlichen CO₂-Werte rund 40 % Energie sparen kann, verglichen mit einem Dauerbetrieb auf voller Leistung. Die aktive Steuerung der Lüftung könnte in diesem Fall jährlich bis zu 3.000 € einsparen.
Zusammenfassend: Durch die aktive Steuerung von Heizung, Lüftung und intelligenter Beleuchtung könnten Schulen jährlich rund 22.000 € einsparen.
Eine smarte Lösung für alle Schulen
Nach dem Erfolg der Bisly-Lösung für intelligente Beleuchtung und BMS am Ehte-Humanitar-Gymnasium hat Bisly seither über sechs Schulen mit smarter Beleuchtung und HLK-Steuerung modernisiert (2024), und über zehn weitere Schulen planen ein solches Upgrade für 2025.
Das vorausschauende Unternehmen hat zudem eine paketierte Lösung entwickelt und den Installationsprozess optimiert: Gebäude können innerhalb von 2 Wochen im laufenden Betrieb (einschließlich Leuchtenwechsel) oder in einer Woche bei stillgelegtem Betrieb modernisiert werden. Bisly prüft nun Möglichkeiten, die Lösung breiter auf kommunale Gebäude auszurollen, um Nichteinhaltungen zu beheben und sowohl direkte als auch indirekte Kosten deutlich zu senken.


